Seidel/Lamsfuß erst im Viertelfinale der All England Open gestoppt

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Hervorragende Leistung von Mark Lamsfuß und Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim): Die Weltranglisten-28. im Herrendoppel kamen bei den YONEX All England Open Badminton Championships (6. bis 10. März 2019) in Birmingham/England bis ins Viertelfinale.


Das Turnier ist weltweit das älteste Badmintonturnier und galt bis zur Einführung der Individual-Weltmeisterschaften im Jahr 1977 durch den Badminton-Weltverband (damals International Badminton Federation = IBF, heute Badminton World Federation = BWF) als die inoffizielle WM in dieser Sportart. Noch heute haben die YONEX All England Open Badminton Championships ein herausragendes Prestige.

„Die All England sind DAS Turnier im Badminton, vergleichbar mit Wimbledon im Tennis. Jeder möchte gerne einmal die All England gewinnen. Sie sind stärker als eine WM besetzt“, erläuterte Martin Kranitz. Der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) ergänzte: „Mit dem Erreichen des Viertelfinals haben Mark und Marvin aus meiner Sicht ihren bisher größten Erfolg erzielt.“


In der aktuellen Turnierstruktur des Badminton-Weltverbandes BWF gehören die YONEX All England Open Badminton Championships der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 1000“ (=Stufe 2: „HSBC BWF World Tour“, Level 2) an. Diese ist direkt unter den sogenannten „BWF Major Events“ (= Stufe 1; z. B. Individual-WM, WM für Herren- und für Damennationalmannschaften) und den „HSBC BWF World Tour Finals“ (= Stufe 2: „HSBC BWF World Tour“, Level 1; = Jahresabschlussturnier der BWF) angesiedelt. Sie umfasst im Jahr nur drei Veranstaltungen, wobei das Turnier in Birmingham das einzige in Europa ist.


Das Preisgeld bei den YONEX All England Open Badminton Championships beträgt 2019 1,0 Mio. US-Dollar. Dabei nehmen der Sieger im Herreneinzel und die Siegerin im Dameneinzel jeweils 70.000,- US-Dollar ein und die Gewinnerinnen und Gewinner in den Doppeldisziplinen 74.000,- US-Dollar pro Paarung. Für die Viertelfinalisten im Herrendoppel, im Damendoppel und im Mixed werden pro Paarung 6.250,- US-Dollar ausgeschüttet.


Zu Turnierbeginn hatten Mark Lamsfuß und Marvin Seidel gegenüber den Niederländern Jelle Maas/Robin Tabeling (Weltranglistenplatz 30) mit 21:17, 21:12 die Oberhand behalten. Im Achtelfinale ließen sie einen 22:20, 21:14-Sieg gegen die Weltranglisten-13. He Jiting/Tan Qiang aus China folgen, ehe sich in der Runde der besten acht Herrenduos die an Nummer sechs gesetzten Weltranglistensiebten Mohammad Ahsan/Hendra Setiawan aus Indonesien als an jenem Tag zu stark für die DBV-Asse erwiesen (12:21, 13:21). „Heute konnten wir nicht an das Niveau der Vortage anknüpfen“, meinten Mark Lamsfuß und Marvin Seidel nach dem Match gegen die Weltmeister von 2013.


He Jiting/Tan Qiang hatten in ihrer Auftaktpartie ihre an Position zwei notierten Landsleute Li Junhui/Liu Yuchen (Weltranglistenplatz 2; ebenfalls China), ihres Zeichens die amtierenden Weltmeister, in drei Sätzen bezwungen.

Claudia Pauli
(Pressesprecherin DBV)