Japan Open: Yamaguchi stürmt zurück an die Spitze

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

In beeindruckend Manier stürmt Japans Akane Yamaguchi vor heimischem Publikum zum Titel bei den Japan Open 2019. Wie schon in sämtlichen Runden zuvor konnte ihr auch ihre heutige Finalgegnerin und Landsfrau Nozomi Okuhara keinen Satz abringen. Mit 21:13 und 21:15 gewinnt Yamaguchi nach den Indonesia Open damit den zweiten großen Titel in gerade einmal sieben Tagen und ist in dieser Form eine ganz klare Anwärterin auf WM-Gold. Dies unterschreicht auch die Weltrangliste, die die 1,56m kleine Japanerin ab kommendem Dienstag wieder anführen wird, indem sie Tai Tzu Ying, die unangefochtene Nummer 1 der letzten zwei Jahre verdrängen wird.

Keine Veränderung an der Spitze der Weltrangliste aber einen weiteren japanischen Sieg gab es im Herreneinzel. Nach seinem überraschend frühen Aus in der Vorwoche in Indonesien wurde der Weltranglistenerste Kento Momota in Tokio den Erwartungen gerecht und gab sich auch im Finale vor heimischem Publikum keine Blöße. Genau wie Yamaguchi war auch Momota in dieser Woche eine Klasse für sich und holte sich mit 21:16 und 21:13 über Indonesiens Jonathan Christie den Fünften Turniersieg des laufenden Jahres.

 

Mixed Titel an China

Besonders eine Nation wird mit den Japan Open 2019 nicht zufrieden sein. Nachdem im Herreneinzel bereits in Runde 1 Schluss für alle chinesischen Akteure war, lief es auch in den anderen Disziplinen eher durchwachsen.  So war das Reich der Mitte am Finaltag nur noch durch das Mixed Wang Yilyu und Huang Dongping vertreten. Wang und Huang, die im Viertelfinale die letzten deutschen Vertreter Lamsfuß und Herttrich aus dem Rennen warfen, sicherten jedoch zumindest einen Titel für China durch ein 21:17 und 21:16 gegen Jordan und Oktaviani aus Indonesien.

 

Japanische Damendoppeldominanz in Gefahr

Nachdem sich Japan in den letzten Jahren nahezu ausnahmslos über den Sieg im Damendoppel bei Großevents freuen durfte, sind es seit einigen Monaten vor allem zwei koreanische Paarungen, die an der Dominanz kratzen. Kim So Yeong und Kong Hee Yong setzten diesen Trend heute fort und ließen den amtierenden Weltmeisterinnen Matsumoto und Nagahra  mit 21:12 und 21:12 keine Chance auf den Sieg.

 

Gideon und Sukamluljo nicht zu stoppen

Im letzten Spiel des Tages versetzten vier Indonesier die Zuschauer dann noch einmal ins staunen. Die ehemaligen Doppelweltmeister Ahsan und Setianwan boten alles auf, um es ihren Landsmännern Gideon und Sukamuljo so schwer wie möglich zu machen. Mit 21:18 und 23:21 waren es am Ende dann aber doch die unangefochtenen Weltranglistenersten, die ihre Siegesserie aus der Vorwoche fortsetzen konnten und ihre Ambitionen auf WM-Gold weiter untermauerten.

 

Alle Ergebnisse gibt es hier

 

Red

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