WM Finals: A day of dominance

Bild: Bernd Bauer
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Nach einer 20:15 Führung im dritten Satz des WM-Finals plötzlich Matchball gegen sich, dann aber mit drei Punkten in Folge doch noch den Titel geholt. So das spektakuläre Ende des Damendoppelfinals, bei dem Wakana Nagahara und Mayu Matsumoto ihren Landsfrauen Fukushima/Hirota wie schon im Vorjahr den WM-Titel vor der Nase wegschnappten. Auch wenn die meisten Zuschauer sicher mit größerer Spannung auf die folgenden Finalspiele warteten, sollte das rein japanische Damendoppelfinale das spannendste Spiel an einem von Dominanz geprägten Finaltag bleiben.

 

Bild: Bernd Bauer
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Erster Titel im dritten Anlauf

 

Nach dem Dameneinzelfinale bei der WM in Glasgow 2017 hoffte man auf den nächsten Krimi zwischen Pusarla Sindhu und Nozomi Okuhara. Indiens Badmintonstar macht den Hoffnungen aber einen Strich durch die Rechnung und deklassierte ihre japanische Konkurrentin mit 21:7 und 21:7 förmlich. Auf das druckvolle Angriffsspiel Sindhus fand Okuhara heute keine Antwort, was sicher auch zu einem Teil dem kräftezehrenden Halbfinale gegen Ratchanok Intanon zuzuschreiben war.

 

Nach zwei Bronzemedaillen und WM-Silber in 2015 und 2017 durchbricht Sindhu in ihrem dritten Finale damit den Bann und darf sich Weltmeisterin nennen. 

 

 

Momota eine Klasse für sich

 

Auch das Finale im Herreneinzel hatten sich die meisten sicher anders vorgestellt, allen voran Anders Antonsen. Eingehüllt in die dänische Flagge marschierte der 22-jährige selbstbewusst auf das Feld. Kento Momota zeigte sich aber alles andere als beeindruckt und gewann nach 2:6 Rückstand in Satz eins sage und schreibe 40 der nächsten 45 Ballwechsel. 8:21 und 3:21, so das ernüchternde Endergebnis aus dänischer Sicht. Momota kürt sich damit nach 2018 erneut zum besten Herreneinzelspieler der Welt.

Erfolgreiche Titelverteidigung im Mixed

 

Auch im Mixed gab es eine souveräne Titelverteidigung durch Chinas Zheng Siwei und Huang Yaqiong, die ihren thailändischen Gegnern Taerattanachai und Puva ebenfalls keine Chance ließen. Der enormen Druck, der auf den einzigen chinesischen Finalteilnehmern lastete, wurde nach dem verwandelten Matchball mehr als deutlich. In allen anderen Disziplinen war für das Reich der Mitte spätestens im Halbfinale schluss.

 

 

Die "Daddies" holen sich dritten WM-Titel

 

Immerhin lieferte das letzte Endspiel dann noch einmal mehr Spannung und gestaltete sich deutlich offener und spektakulärer als die Einzel und das Mixed. Takuro Hoki und Yugo Kobayashi stellten besonders in der Abwehr ihre unfassbaren Fähigkeiten unter Beweis und zwangen Hendra Setiawan und Mohammad Ahsan in den Entscheidungssatz. Dort waren es dann aber wieder die erfahrenen Indonesier, die sich mit 21:15 ihren nun schon dritten gemeinsamen WM-Titel sichern konnten.

 

Tobias Wadenka

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