Carolina Marin vor ihrem Comeback

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Nach über sieben Monaten hat das Warten für Carolina Marin nun ein Ende. Nach ihrem Kreuzbandriss, den die Spanierin anfang des Jahres bei den Indonesia Masters im Finale erlitt, steht sie nun vor ihrem Comeback. In der nächsten Woche bei den Vietnam Open wird die Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin ihr erstes Turnier nach der langen Verletzungspause bestreiten.

Besonders der Moment, als sie die Diagnose erhielt und wusste, dass sie operiert werden muss war hart, berichtete Marin gegenüber dem Olmypic Channel. Doch nachdem sie das Krankenhaus verlassen durfte änderte sich ihre Einstellung und sie fokussierte sich sofort auf die Reha und ihren Weg zurück.

 

Viele Fans überraschte sie, als sie bereits wenige Tage nach der Operation die ersten Videos postete, auf denen sie wieder mit dem Training in der Halle, wenn auch sitzend, anfing.  Gegenüber El Pais berichtete sie, dass sie täglich 10 Stunden an Techniktraining, Physiotherapie und Athletiktraining im Swimming Pool inverstiert, um möglichst schnell wieder auf das Feld zurückkehren zu können. 

 

Neben ihrem Trainer Fernando Rivas, dessen Assistenten und ihrem Physiotherapeuten erhielt sie zudem Unterstützung durch zwei Psychologen, einen speziell für Badminton und den anderen für ihr Privatleben."Viele Leute denken, dass  Psychologen nur etwas für verrückte Leute sind aber das stimmt nicht. Sie können einem auch im normalen Alltag extrem weiterhelfen," so Marin.

 

Trotz sehr gut verlaufender Reha entschied sich Marin und ihr Team gegen ein Comeback bei den Weltmeisterschaften in Basel um nichts zu überhasten. So dürfen sich ihre Fans nun auf die Rückkehr bei den Vietnam Open in der kommende Woche freuen. Bei dem World Tour 100 Event geht die Spanierin als Nummer zwei der Setzliste ins Rennen. Mögliche Gegnerinnen sind auch die beiden deutschen Damen Yvonne Li und Fabienne Deprez, die ebenfalls in Vietnam an den Start gehen werden.

 

Durch den langen Ausfall liegt Marin inzwischen auf Rang 25 der Weltrangliste. Dass sich die amtierende Olympiasiegerin für die kommenden Spiele in Tokio trotz einiger verpasster Turniere qualifiziert bezweifelt wohl kaum jemand, vorausgesetzt natürlich sie bleibt fit. Der Weg zu einem guten Setzplatz für Tokio ist nun mit Sicherheit kein leichter. Wenn die Vergangenheit aber eines gelehrt hat, dann dass Carolina Marin bei Großevents wirklich alles zuzutrauen ist, auch ohne Setzplatz.

 

Red

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