Long('s) wait is over: Chen Long siegt in Paris

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Zwölf Monate musste Olympiasieger Chen Long auf einen Titelgewinn warten. Nach seinem Sieg bei den French Open in 2018 beendete er auf dem selben Court nun die Wartezeit und krönt sich durch ein 21:19 und 21:12 über Jonatan Christie zum Sieger in Paris. Mit dem Titelgewinn ist er der erste Herreneinzelspieler seit 35 Jahren, dem eine erfolgreiche Titelverteidigung bei den French Open gelingt. Christie, der zuvor noch im Halbfinale nach 10:19 Rückstand in Durchgang drei ein dramtisches Match gegen Viktor Axelsen drehen konnte, hatte damit im achten Vergleich mit Long das achte Mal das Nachsehen.

Nach der Verletzung von Shi Yuqi und der abfallenden Formkurve von Lin Dan waren die Erwartungen Chinas an den Doppelweltmeister und Olympiasieger von 2016 groß. Doch viele frühe Niederlagen in den vergangenen Monaten ließen Zweifel aufkommen, ob er für die kommenden Spiele in Tokio noch als ernstzunehmender Konkurrent für Momota und Co. in Frage kommen würde. Nach seiner Finalteilnahme in Dänemark in der Vorwoche und dem Sieg in Frankreich machte Long nun aber mehr als klar, dass man ihn auf jeden Fall auf dem Schirm haben muss. In Paris gab er im gesamten Turnierverlauf keinen Satz ab.

 

Indonesiens Mixed sorgt für Furore

Ebenfalls zwei phänomenale Wochen in Europa erlebten Praveen Jordan und Melati Oktavianti die gleich beide Titel einfuhren und dabei sowohl in Odense als auch in Paris gegen die unanatastbar wirkenden Weltmeister Zheng Siwei und Huang Yaqiong triumphierten. "Uns fehlen die Worte. Wir sind so glücklich, zwei Titel in Europa in Folge zu gewinnen. Das ist wirklich aufregend. Jetzt haben wir auch das Selbstvertrauen, dass wir daran anknüpfen können," so ein überglücklicher Praveen Jordan nach dem 22:24, 21:16 und 21:12-Finalerfolg über die Weltranglistenersten aus China.

 

Mit 17 Jahren an die Spitze

In den letzten Monaten sorgte die gerade einmal 17-jährige Koreanerin An Se Yeong bereits mehrfahr durch Topergebnisse für Aufsehen.  Nach einer knappen Viertelfinalniederlage gegen Carolina Marin in Dänemark gelang dem Youngster nur etwa eine Woche später die Revanche gegen die Olympiasiegerin und damit auch der ganz große Durchbruch. Nach verlorenem ersten Satz mit 16:21 holte sich An den zweiten Durchgang mit 21:18 und ließ Marin dann im Entscheidungssatz mit 21:5 (!!) nicht den Hauch einer Chance.

 

Die weiteren Finalergebnisse:
MD: Gideon/Sukamlujo - Rankireddy/Shetty 21:18 21:16

WD: Lee/Shin - Kim/Kong 16:21 21:19 21:12

 

Alle Ergebnisse gibt es hier.

Red

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