Mit Marathon zum Rekordjahr: Momota triumphiert auch zum Jahresabschluss

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Wenn Anthony Ginting und Kento Momota aufeinandertreffen, kann man sich schon fast eines Wahnsinnsspiels sicher sein und so enttäuschten die beiden auch heute nicht im Finale der World Tour Finals. Wieder einmal wurde deutlich, dass Ginting mit seinem unglaublichen Speed und seiner Angriffspower wohl der aktuell größte Herausforderer des Doppelweltmeisters ist und ihn in Sachen Tempo sogar übertreffen kann. Momota zeigte hingegen aber auch, dass er sobald es über die volle Distanz geht nahezu unschlagbar ist.

 

 

 

Sein indonesischer Widersacher erwischte einen guten Start, holte sich den ersten Durchgang mit 21:17 und erspielte sich auch in Durchgang zwei einen Vorsprung. „Es hat etwas gedauert, bis ich mit seinem Tempo klar kam“, so Momota über das hohe Tempo zu Beginn des Spiels. Japans Superstar fand dann aber zu seiner gewohnten Kontrolle und Sicherheit und zwang seinen Kontrahenten mit 21:17 in den dritten Satz.

 

 

Auch hier begann Ginting wieder wie die Feuerwehr und zog schnell mit 12:5 davon, hatte dann aber nach der Satzpause mit der schwierigeren Feldseite und einer Blase am Fuß zu kämpfen. Zudem machte ihm die lange Spieldauer auch sichtlich zu schaffen. Sein Gegner blieb durch den Rückstand und die Spielzeit hingegen unbeeindruckt, gewann 16 der nächsten 18 Ballwechsel und marschierte so zu seinem zweiten Sieg bei den World Tour Finals.

 

Mit dem Erfolg im "Marathonfinale" über knapp 90 Minuten krönt der Japaner sein Rekordjahr. 11 Titel in einer Saison, das gelang zuvor noch niemandem und mit dem Sieg in Guangzhou löst Momota den bisherigen Rekordhalter Lee Chong Wei was Turniersiege angeht (10 Turniersieg in 2010) von der Spitze ab.

 

 

Alle weiteren Ergebnisse der World Tour Finals gibt es hier.

 

 

Red

Kommentar schreiben

Kommentare: 0