Dopingvorfall Grund für Neuauslosung bei WM

Bild: Bernd Bauer
Bild: Bernd Bauer

Vor wenigen Tagen ließ die BWF überraschend verlauten, dass die WM-Auslosung im Dameneinzel erneut durchgeführt werden musste. Als Begründung hieß es lediglich, dass eine Spielerin fälschlicherweise in das Teilnehmerfeld gekommen war, die nicht spielberechtigt ist. Um welche Spielerin es sich handelt und wie so ein Fehler passieren konnte wurde nicht weiter ausgeführt. Berichten der dänischen Nachrichtenseite TV2 zufolge handelt es sich bei der Spielerin um die mehrfache afrikanische Meisterin Kate Foo Kune aus Mauritius, die nach den letzten Afrikameiterschaften im April aufgrund eines positiven Dopingtests vorerst gesperrt wurde und daher auch nicht bei den Weltmeisterschaften in Basel antreten darf.

Bislang gibt es von Seiten der BWF keine konkreten Informationen oder Stellungnahmen zu dem Fall. Foo Kune, die aktuell in Dänemark lebt und vor zwei Jahren auch in der deutschen Bundesliga aktiv war, äußerte sich bislang ebenfalls nicht.  Lediglich im Nachgang der Afrikameisterschaften in Nigeria klagte sie öffentlich über katastrophale Bedingungen bei der Verpflegung und zahlreiche Erkrankungen von Turnierteilnehmern, noch bevor der Vorfall bekannt wurde.

 

Berichten zufolge konnten bei der Dopingprobe Steroide nachgewiesen werden, weswegen sich auch ihr derzeitiger Verein Aalborg Triton in Dänemark zu einer vorläufigen Suspendierung gezwungen sah. Ein endgültiges Urteil über eine mögliche Dopingsperre wurde vom Weltverband allerdings noch nicht gefällt.

 

Aufgrund ihrer Position als bestplatzierte afrikanische Spielerin in der Weltrangliste (Platz 89) hatte Foo Kune die formalen Qualifikationskriterien für die Weltmeisterschaft erfüllt und war aus diesem Grund wohl auch in das Teilnehmerfeld gelangt.

 

Red

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